"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen"

Erste Mitglieder- und Patenreise nach Liberia

 

18. - 25. Februar 2010

 

 

Dienstag, 23.02.2010
Fahrt nach Bong Mines

 

Heute heißt es früh aufstehen, denn.um 7.00 Uhr geht’s los nach Bong Mines im Hinterland Unser Fahrer, Mr. Mulba, fährt uns über eine betonierte Straße bis nach Kakata. Dort müssen wir zwei Taxis finden, die uns nach Bong Mines bringen. Nach ca. einer halben Stunde haben Richard Pöschl und Anthony zwei Fahrer gefunden. Beide Autos sehen nicht nur aus, als wären sie direkt vom Schrottplatz, sondern vermutlich sind sie es auch. Irgend jemand verdient hier vermutlich mit dem Schrott aus Europa und Amerika noch kräftig Geld. Bei einem Taxi wird noch lang in den Motorraum geschaut: ob das gut geht? Nur wenige Kilometer nach dem Losfahren bestätigen sich unsere Befürchtungen, das eine Taxis gibt auf...und so steigen wir alle in das übrig gebliebene und fahren wie eine afrikanische Großfamilie mit neun Personen in einem Taxi nach Bong Mines. Die Fahrt dauert zum Glück nur eine gute Stunde. Auf dem Weg dorthin können wir uns selbst ein Bild von den katastrophalen Straßenverhältnissen machen, von denen die Mitarbeiter des World Food Programms und auch die deutsche Botschafterin gesprochen haben. Ansonsten umgibt uns Regenwald mit Kautschukbäumen.

 

In Bong Mines angekommen, besuchen wir die beiden Schulen die „Kinder Afrikas e.V“ unterstützt. In der St. Paul's Catholic School bezahlt Richard Pöschl die Schulgebühren für die Patenkinder und übergibt die Patenbriefe und -geschenke.

 

Bei der Unterstützung der St. Paul's Catholic School gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Verein „Pro Liberia e.V.“. Die Vertreter des Vereins Roswitha, Flora und Fabian waren ebenfalls in Liberia und machten sich ein Bild von der Situation der Schule. Nach einem Mittagessen, wieder Reis mit Kartoffelgrün und scharfer Fischsoße, diesmal allerdings noch ergänzt durch einen Haufen Gräten, besuchen wir die zweite Schule in Bong Mines, die Central High und machen uns ebenfalls ein Bild vor Ort.

 

Anschließend besuchen wir noch das Krankenhaus in Bong Mines, um Grüße eines alten Bekannten von der Organisation Cap Anamur auszurichten. Cap Anamur hat nach Renovierung und Ausstattung über vier Jahre das 120-Betten-Krankenhaus in Bong betreut. Das Krankenhaus ist inzwischen unter liberianischer Führung. Der Leiter des Krankenhauses führt uns gern durch alle Räume. Wir sollen Grüße ausrichten und dass dringend Medikamente benötigt werden. Auch hier ist die schwierige Wirtschaftslage von Liberia spürbar.
Das Gelände in Bong Mines, auf dem ehemals Thyssen-Krupp Erz abgebaut hat, wurde jetzt von Chinesen gekauft. Seitdem wächst in Bong Mines die Verunsicherung. Die Bewohner des verkauften Geländes sollen wegziehen, doch wohin? Dort ist seit 20 Jahren ihr zu Hause. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.
Wir fahren zurück nach Kakata, wo uns Mr. Mulba offensichtlich erleichtert wieder in seinen Bus aufnimmt. Wir sind völlig verstaubt und freuen uns auf die Dusche im Lutheran Guesthouse.

 

Diese Auto hat uns leider nicht bis ans Ziel gebracht.

 

Weiter zu Tag 7 (24. Februar 2010)

 

DOKUMENTE zur PATENREISE
Einladung (PDF)
Anmeldeformular (PDF)

 

Reisebericht als Download (PDF)

 

REISEBERICHT nach Tagen
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FOTO-GALERIEN

 

Einweihung der High School

 


 

Übergabe der Patengeschenke